Touched

Entstehung und Hintergrund

Die dargestellte Geschichte ist inspiriert durch die Geschichte des Lazarus. Ein Mensch stirbt – und wird nach 4 Tagen vom Tod auferweckt. 

Das Thema fasziniert mich – Tod und Wiederauferstehung. Eine Rückkehr, die unmöglich erscheint. Diese Kraft in dieser nach aussen Geschichte.

Was erfährt der Mensch, was durchlebt er? Ist das leicht, ein „ich bin wieder da“? Wohl eher nicht. Es passiert ja viel, der Mensch hat viel gesehen und durchlebt.

Bei der Umsetzung der Geschichte realisierte ich aber mehr.  Ich spürte, dass sie für mich sehr lebendig ist und in mein Leben spricht. Als ich diese vorgefertigte Brille ablegte, durch die ich den Menschen Lazarus betrachtete, sah ich mehr als eine historische und interessante Geschichte. 

Was ist, wenn ich mich nicht mehr spüre? Wenn ich mich selber und meine Umwelt nicht mehr wahrnehme? Nichts mehr Freude bereitet, das Leben sinnlos erscheint? Dann bin ich eigentlich gleichsam nicht mehr am und im Leben. 

Wie finde ich heraus, wie gelange ich zurück ins Leben?

Im Grunde ist der Weg zurück einfach. Und doch sehr schwer. Alles beginnt mit einer Berührung. Einem Gespräch. Einem offenen Wort. Einem ausgesprochenen Gedanken. Und der Offenheit, dem Gedanken, dem Wort und dem Gespräch Raum zu geben. Berührung zulassen.

Gespräch ist gegenseitige distanzierte Berührung.  Christian Morgenstern

Schemen

Mitten im Leben – und doch steht alles still. 

Keine Farben, keine Freude und kein Ziel.

Das Leben findet statt – aber ohne mich. 

Ein Gefühl wie ein steuerloses Schiff.

Anima

Eine Berührung von Menschen.

Gedanken – Gespräche. Offen,und direkt. 

Berührt werden – eine Schale bricht auf. 

Ich atme ein. 

Pergament

Ich nehme mich wahr. 

Spüre und ertaste mich. 

Gefühle. Leben durchdringt mich.

Mensch werden.

Chaos

Durchleiden, all der erfahrene Schmerz.

Zulassen. Es war viel – zu viel.

Verarbeiten und loslassen.

Weinen.

Shelter

Das Weinen hat gelöst. Wie? Ich weiss es nicht.

Ich lasse los – unendliche Ruhe breitet sich aus. 

Die Seele wird leicht. 

Keine Angst, kein Drängen. Einfach da. 

Me

Ich stehe auf und nehme mein Leben ein.

Mein Leben – es gehört mir! Und ich lebe es!

Ich zeige mich, so wie ich bin.

Ich verstecke mich nicht.


Feather

Wie leicht alles auf einmal ist. 

Freude, Lachen, Farben, Gefühle. 

Nichts hält mich, alles ist möglich.

Ich renne los, mitten in dieses Leben.